| Home |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Inhaltsverzeichnis Die Gründung des Herzogtum Nassau Das nassauische Militär von 1803 - 1813 Das nassauische Militär von 1813-1820 Das Landjägerregiment Das Landwehrinfantrieregiment Offiziersrangliste des herzoglich-nassauischen Landwehrinfantrieregiments Das nassauische Jägercorps Der Brigadestab Offiziersrangliste Brigadestab Der Landsturm Die Oranisch-Nassauischen Truppen Offiziersrangliste des Regiments Oranien-Nassau (Stand: 20.02.1814) Das Regiment Oranien-Nassau Der Oranische-Nassauische Landsturm |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Das
nassauische Militär von 1803 - 1866
Nach
dem sich
Preußen 1795 im Sonderfrieden von Basel aus der Koalition gegen
das revolutionäre Frankreich
zurückgezogen hatte, wurde das gesamte linke Rheinufer
französisch. Diese
Situation wurde im Friedensvertrag von Campo Formio festgeschrieben. In
diesem
wurde auch die Entschädigung für alle erblichen Fürsten
des Reiches für ihre
verlorenen Besitzungen festgelegt. Allerdings konnte deswegen in den
Verhandlungen 1797/98 keine Einigung erzielt werden. Infolgedessen
führte erst
der Frieden von Luneville 1801, auf Grund des in Paris aufgestellten
Entschädigungsplanes und, zu einer Einigung. Schon im Jahr 1803
führte dieser
zum Reichsdeputationshauptbeschluß. Er zerstörte durch die
Säkularisation der
geistlichen Herrschaften und ihre Zuteilung an die zu
entschädigenden
weltlichen Fürsten das alte Reich endgültig das alte Reich.
Napoleons Ziel, die
deutschen Mittelstaaten zu stärken und so, neben Preußen und
Österreich, eine
von Frankreich abhängige "dritte Kraft" zu etablieren hatte sich
verwirklicht. Durch
den
Reichsdeputationshauptbeschluß erhielten Nassau-Usingen und
Nassau-Weilburg,
die als Erben von Nassau-Saarbrücken alle Besitzansprüche im
Saarland und der
Pfalz an Frankreich verloren hatten, die rechtsrheinischen angrenzenden
Gebiete
von Kurmainz und von Kurköln; dazu von Hessen-Darmstadt seinen
Anteil an der
Niedergrafschaft Katzenelnbogen, ferner die Grafschaft
Sayn-Altenkirchen und
außerdem zahlreichen Streubesitz im Entschädigungsgebiet .
Durch diesen Tausch
konnten die beiden Grafschaften einen gehörigen Zuwachs.
Nassau-Oranien wurde
für den Verlust der niederländischen Statthalterschaft und
seiner Domänen, das
Bistum Fulda, das Hochstift Corvey mit der Stadt Höxter an der
Weser, die
Reichsstadt Dortmund, die Abteien Weingarten in Oberwschwaben, St.
Gerhold im
Vorarlberg, Hofen am Überlinger Arm des Bodensees, Dietkirchen
a.d. Lahn und
die Propstei Bandern am Oberrhein. Die Hauptstadt wurde Fulda. Im
Jahr 1806
schlossen sich 16 deutsche Länder unter der Anleitung Frankreichs
zum zum
Rheinbund zusammen. Dies führte zum Niederlegen der
Kaiserwürde durch Franz II.
und zum endgültigen Ende des Reiches. Unter
den
Unterzeichnern waren auch die beiden Fürsten von Nassau-Usingen
und
Nassau-Weilburg die dadurch die Herzogswürde erhielten und sich
zum Herzogtum
Nassau zusammenschlossen. Da die Nassau-Oranier den Beitritt ablehnten,
wurde
das Dillenburger Gebiet eingezogen und wie die Grafschaft Wied-Runkel
und die
Herrschaft Westerburg und Schadeck dem Großherzogtum Berg. Nach
der Oraganisationsverfügung
für das herzogliche Arrondissement Dillenburg unterstanden dem
Provinzialrat zu
Dillenburg die Fürstentümer Siegen, Dillenburg und Haddamar
sowie die
Grafschaften Beilstein, Westerburg, Schadeck, und Runkel.
Der
Generalkommandeur des nassauischen Militärs war Herzog Friedrich
August von
Nassau Unsingen selbst. Als ehemaliger General der preußischen
Truppen konnte
er hervorragend seine Truppen führen. Natürlich fertigte er
nicht selbst die
Befehle aus, dies war Aufgabe des General Adjutants. Nachgeordnet war
die
Militär Deputation aus der am 01.01.1807 das Kriegs-Collegium und
die Kriegs
Kasse hervorging. Die
vier Bataillone waren selbstständig und unterstanden direkt dem
Brigadekommando. Jedes Bataillon hatte zwei Stabsoffiziere, den „Chef“
oder
„Proprietär“ und den „Commandanten“. Die Bataillone waren in vier
Kompanien
eingeteilt und hatten eine Stärke von je 15 Offizieren und 536
Mann. Das Depot
für Bekleidung und Ausrüstung war seit 1803, das ehemalige
Kloster Ebersbach im
Rheingau. Die
Uniform bestand aus einem dunkelgrünen kurzschoßigem Frack,
der mit einer Reihe
gelber Knöpfe versehen war. Kragen und Aufschläge hatten
einen gelben
Bortenbesatz und eine unterschiedliche Rottönung je nach
Bataillon. Eine weiße
Weste, hellgraue, bzw. im Sommer weiße, leinene Hosen, schwarze
Gamaschen und
Schuhe komplettierten das Bild. Die Kopfbedeckung bestand beim 1.
Bataillon aus
einem Raupenhelm, bei den anderen aus dem französischem Tschako.
Die
deutlichste Charakterisierung war das gelbe Lederzeug. Nur das 3.
(leichte
Jäger-) Bataillon trug schwarzes Lederzeug und bis 1807 Hüte.
Die reitenden
Jäger trugen grüne, husarenartig verschnürte Spenzer,
grüne Hosen, Stiefel und
bis 1810 Raupenhelm dann Pelzmützen. Anläßlich der
Mobilmachung erhielten die
Feldbataillone und das Depot-Bataillon Fahnen. Die
Bewaffnung bestand aus einem glatten Steinschloßgewehr mit
Bajonett und Säbel.
Beim Jäger Bataillon erhielten die besten Schützen
Büchsen. Grundlage der
Ausbildung war das österreichische Exerzier-Reglement. Ab 1808/09
führte man
das französische ein. In der Armee galt die französische
Militärverfassung.
Dies schloß auch die Konskribtion mit ein, die in den
nassauischen Landen
vorher unbekannt war. Die Stellvertretung war gestattet. Das
Einstandskapital
für den Stellvertreter betrug 150 fl. und 300 fl. für die
Kavallerie. Da
Desertionen sehr häufig vorkam, galt dafür deshalb ab dem
03.10.1803 die
Todesstrafe Das Militär setzt sich im Jahr 1806 aus der ehemaligen Usingischen- Biebricher Kompanie aus der das 1. (Leib-) Bataillon wurde mit Garnison in Wiesbaden und Biebrich. 1803/04 war Oberstleutnant Todenwarth der Kommandeur, danach Oberst von Pöllnitz. Aus den zwei Weilburger Jäger Kompanien werden das 2. Bataillon mit Garnison in Weilburg und Umgebung. Der Umbau wurde durch Major von Kruse vollzogen. In den neuerworbenen Ämtern Deutz und Linz wurde das 4. (Musketier) Bataillon unter Major von Hornbach aufgestellt. Es bezog auch in den neuen Ämtern seine Garnison. Von Kurmainz wurde 1802 ein leichtes Jäger-Corps übernommen. Aus diesem Jäger Corps entstandt nach der Übernahme das 3. (leichte Jäger) Bataillon mit Garnisonen in Kastel, Hochheim und Höchst. Ebenfalls 1802 wurde die Kurhessische Garnisonskompanie der Festung Marksberg in nassauische Dienste übernommen. Den neu errichteten Bataillonen wurden die Truppenteile der Königssteiner-Kreis-Kompanie und der ehemaligen Kurmainzer zugewiesen. 1804 kommt eine Kompanie reitender Jäger, die 1807 verdoppelt wird, hinzu. Ihre Garnison war Biebrich. Mit
Ausbruch des Krieges gegen Preußen forderte Napoleon als
Protektor des
Rheinbundes am 28.06.1806 den Herzog von Nassau auf Truppenstärke,
Marschbereitschaft und den kommandierenden Offizier kurzfristig zu
nennen. Das
hatte zur Folge, dass die Bataillone von vier auf sechs Kompanien
gebracht
wurden. Zum Brigadekommandeur wurde
Oberst von Schäffer ernannt. Die
nassauische Truppen nahmen an der Schlacht von Jena Auerstedt am
14.10.1806
teil (3. „Jäger“-Bataillon).
Im November befanden
sich, allerdings für die Soldaten unter
widrigen
Umständen, 3
Bataillone als Besatzungstruppen in Berlin. Im April stießen 1807
die Nassauer
zum französischen Armeekorps des
Marschall Mortier in Pommern. Sie nahmen an den Kämpfen bei Uckermünde und
Anklam und an den Belagerungen von Kolberg und Stralsund teil. Im
November 1807
traten sie den Heimmarsch an. Während
einer kurzen Ruhezeit in der Heimat wurde die Zeit genutzt um eine Reorganistion der Truppen
durchzuführen die aufgrund der aus dem
Feldzug
gewonnen Erfahrungen notwendig geworden war. Standorte in dieser Zeit
waren Wiesbaden, Weilburg, Limburg,
Diez, Neuwied. Im
Juli 1808 erhielt Nassau die Aufforderung ein Infantrie-Regiment zu
zwei
Bataillonen mit je sechs Kompanien und einem Eskadron Reitender
Jäger zur Armee
nach Spanien zu stellen. Dort
stand die französische Armee nach
der Absetzung
des spanischen Königs 1808 in einem ungewohnten und erbittert
geführten
Partisanenkampf, der „Guerilla“ dem „kleine Krieg“, einem zähen
spanischem
Gegner gegenüber. Zur Bildung des
„Herzoglich Nassauische zweite
Infantrie-Regiments“ wurde das 2.
Und 3. Bataillon unter Oberstleutnant
von
Kruse und Oberstleutnant Meder
herangezogen. Um die geforderte
Aufstockung zu
realisieren mußte das 1. Und 4. Bataillon je eine Kompanie
abgeben. Außerdem
traten 300 ausgehobene Rekruten zum Regiment. Am
20.08.1808 verließ das Regiment die Heimat und traf nach einem
schweren Marsch
von 50 Tagen am 11.Oktober in Bayonne ein. Kein Angehöriger des
nassauischen
Kontigents ahnte, dass die Truppe fast fünf Jahre auf spanischem
Boden kämpfen,
leiden und sterben sollte. Das
2. Infantrie-Regiment sollte in dieser Zeit an 7 Schlachten und 33
Gefechten
teilnehmen. Die Reitenden Jäger nahmen an 32 Gefechten und
größeren
Kampfhandlungen teil. Im
März 1809 verlangte Napoleon die Bildung eines weiteren Regiments
das von
Nassau und mehreren kleinen Herzogtümern gestellt werden sollten.
Einen Teil
der Verpflichtung der kleineren Herrschaften übernahm Nassau gegen
Kostenerstattung
für „die Capitulationszeit von 6 Jahren und 6 Monaten. Unter dem
Kommando des Obersten von
Pöllnitz
entstand aus dem bisherigen 1. Und 4.
Bataillon das „1.
Herzoglich Nassauische Regiment“. Am 08. April marschierte das
Regiment
aus
Wiesbaden auf den bayrisch-österreichischen Kriegsschauplatz. Nach
Garnisondiensten in Wien und Passau
erhielt die Truppe den Befehl zum
Abmarsch
nach Spanien wo es am 16.03.1810 in Barcelona
eintraf. Bis Ende 1813
nahm das
Regiment an 35 Gefechten in Nassau teil. Noch März 1813 wurde auch
noch das 1.
Eskadron Reitender Jäger nach Katalonien beordert.
Nach dem Oberst von Pöllnitz
an einer schweren Verwundung am 13.07.1811
verstarb wurde
sein Nachfolger Oberst Friedrich
Wilhelm Meder. 1812
kann der Staatsminister Marschall von
Bieberstein (1770 – 1834) durch
geschicktes verhandeln verhindern, dass keine weiteren Truppen für
den
Rußlandfeldzug Napoleons gestellt werden müssen.Im
Jahr 1813 bestand das Rheinbundstaatenkontigent hauptsächlich aus
Nassauern.
Das
nassauische Militär von 1813 - 1820 Im Oktober 1813 erlitt Napoleon und seine
Armee die entscheidende Niederlage
bei Leipzig. Dem Rückzug der
kaiserlichen Armee folgte der Zusammenbruch
des Rheinbundes
(detailierte Schilderung der Ereignisse im Jahr 1813 in der Geschichte
des Johann Jost Holighaus auf dieser Web-Seite). Am 16.11.1813 erklärt das Herzogtum
Nassau seinen Austritt aus dem Rheinbund und gleichzeitig den Eintritt
in die Allianz gegen Frankreich.
Durch die daraus resultierende militärische Verpflichtung war
doppelt so hoch als die Rheinbundverpflichtung. Aufzustellen waren
Linientruppen, Landwehr,
Freiwillige Jäger und ein Landsturmaufgebot. Das 1.
Infantrieregiment und die zwei Schwadrone reitender Jäger,
befanden sich noch in Spanien in Gefangenschaft. Das 2.
Regiment konnte durch geschicktes Handeln des Oberst von Kruse
nach dem
Übergang des Herzogtums in die Allianz auf dem Kriegsschauplatz
Spanien zu den Engländern übergehen und nach England
verschifft werden. Von dort sollte es nach
den Niederlande verschifft
werden. Bei der Überfahrt kam es zu einem Schiffbruch der
als "Unglück auf der Haaksbank"
bekannt wurde. Von den 200 Mann die
auf den beiden untergegangenen Schiffen waren, überlebten nur drei
Offiziere, 26 Gemeine und drei Matrosen.
Landjägerregimenter
Ein weiteres aufzustellende Truppenkontigent
im Jahr 1813, stellte das
Landwehrinfantrieregiment. Es sollte zunächst
hauptsächlich aus dienstfähigen
Freiwilligen gebildet.
Für den Dienst sollten diese mit besonderen Vergünstigungen,
bevorzugte Einstellung in der herzoglichen Verwaltung u.a., gelockt
werden. Bis Dezember sollten sich die Freiwilligen beim Generalkommando in Usingen melden.
Am 11. Dezember 1813 wurde ein Edikt erstellt in dem festgelegt wurde,
dass das Regiment nur für die
Kriegsdauer aufgestellt werden sollte. Das
Landwehrregimentskommando erhielt seinen Standquartier in Weilburg.
Dort und in der Umgebung fand auch die Ausbildung statt. Ende Januar
1814 wurden sie endgültig in den Rheingau verlegt. Da sich nicht
genügend Freiwillige meldeten, von der angestrebten Gesamtstärke von 1.680 Mann
fehlten zum Jahresende 1813 noch 1.270 Mann, wurde Anweisung gegeben Rekruten auszuheben.
Das Regiment bestand aus zwei Bataillonen zu je eine Grenadier-, eine
leichte (Voltigeur) und zwei Füsilierkompanien.
Die Bewaffnung der Landwehr bestand aus veralteten österreichischen Gewehre, die im Laufe der Zeit gegen französische Kriegsbeute ausgetauscht wurden. Das Regiment erhielt eine Fahne. Das
Jägercorps wurde als Scharfschützentruppe
aus allen
unverheirateten, diensttauglichen und abkömmlichen Forstjägern,
Revierförstern, Forstkanidaten,
Jägerburschen, Forstaufsehern und Waldförstern,
gebildet, die zwischen
18 und 40 Jahren waren. Das Grundgerüst
waren 77 Mann Reitende
Jäger, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die in Biebrich
das Depot besorgt hatten, da sie keine Pferde mehr hatten. Auch
das Jägercorps wurde nur
für die Dauer des Krieges aufgestellt.
Alle Bestimmungen über Dienstverhältnisse, Bekleidung,wurden
vom Landwehrregiment übernommen. Im September 1814 betrug der
Truppenumfang 12 Offiziere und 382 Unteroffiziere, Jäger und
Ärzte. Der Chef war der Oberst
à la suite v. Wintzigerode. Das Standquartier war zunächst
Usingen. Ende Januar 1814 zog
man dann
nach Wiesbaden und Umgebung. Die Freiwilligen mußten sich
die
Uniform und die Ausrüstung selbst besorgen. Ansonsten erhielten
die Jäger die gleichen Vergünstigungen wie die Landwehr.
Für Angestellte aus der Forstverwaltung wurden die Stellen vakant
gehalten.
Der
neugebildete Brigadestab, auch "das
leichte Infatrie-Brigade-Commando" genannt, unterstand dem
Kommando des Obersten v. Bismark.
Dem Brigadestab gehörte neben dem Kommandeur an, ein Adjudant, ein
Quartiermeister und acht Unteroffiziere und Gemeine. Hinzu kam ein
Train von 18 vier- und einem einspännigem Wagen, insgesamt 99
Pferde. Ein Offizier und 68 Unteroffiziere, Gemeine und Handwerker
betreuten den Troß. Die Aufteilung
des Troßes war folgende: 1
Offizier Die
Aufteilung der Wagen: Brigade
Stab: 1
vierspänniger Wagen
Im Dezember 1813 wurde ein Edikt zum Aufgebot eines Landsturmes erlassen. Es bestand die Absicht, den Landsturm als eine dauerhafte Einrichtung zu schaffen, die "als leicht bewegliche Polizei- und Kriegsmiliz" sowie "als taugliche Pflanzschule für die Linien- und Landwehrregimenter" dienen sollte. Das vorgesehen Aufgebot von 36.400 Mann wurde in 29
Bataillone und eine Kompanie gegliedert. Das Bataillon bestand
aus fünf Milizkompanien und einer Reseverkompanie. Die
Reservekompanien sollten an die Stelle des aufgelösten
Depotbataillons und der Landjägerregimenter treten. Alle Offiziere
des Depotbataillons und der Landjägerregimenter, die nicht zum
neuerichteten 3. Infantrieregiment übergetreten waren, wurden in
die Reservekompanien übernommen. 1. Inspektionsbezirk von Wiesbaden
Inspektor der Oberleutnant und
Reservekompaniechef zu Wallau Theodor Thielmann 2. Inspektionsbezirk von Weilburg
Inspektor der Major v. Ziegesar
vormals 3. Infantrieregiment 3. Inspektionsbezirk von Limburg
Inspektor der Major v.
Kutzleben vormals Landwehrregiment 4. Inspektionsbezirk von Neuwied
Inspektor der Major v. Motz
vormals 1. Infantrieregiment
Bereits im Dezember
1813 begannen von Den Haag aus auf
Befehl Friedrich Wilhelms, des Prinzen von Oranien und Fürsten von
Dillenburg, Vorbereitungen mit dem Ziel, auch in den oranischen-nassauischen Stammlanden
ein Truppenkontigent für die Verbündeten gegen
Napoleon aufzustellen. Offiziersrangliste des Regiments Oranien-Nassau Stand 20.01.1814
Am 24.
Januar 1814 erreichte das 1.Bataillon nahezu seine volle Stärke.
Es fehlt noch mindestens die 3.
Kompanie, die zu diesem Zeitpunkt bei Tringenstein steht (s.h. Die
Geschichte des Johann Jost Holighaus). Es bestand aus einer Grenadier-, einer Flankeur sowie aus
vier Füssilierkompanien. Die Stärke betrug 19 Offiziere und 778 Unteroffiziere und
Mannschaften. Bewaffnung und Ausrüstung ließen jedoch
zu wünschen übrig. Jede Kompanie sollte etatmäßig
einen Hauptmann, einen Oberleunant, einen Unterleutnant, einen
Feldwebel, vier Serganten, einen Fourier, sieben (bei den Grenadieren
und den Flankeueren acht) Korporale, zwei Tamboure (bei den Flankeuren
an deren Stellen drei Hornisten) und 100 Gemein zählen. Ab dem 06. Februar 1814 stand das Bataillon im
Raum Frankfurt und stieß Ende des Monats zu der
herzoglich-nassauischen Brigade, um sich unter ihrem Kommando an der
Blockade von Mainz zu beteiligen. Wirklich vollständig war
es wohl erst Anfang April, da ein Soldat der 3. Kompanie berichtet,
erst am 08.April nach Mainz gekommen zu sein (s.h. Die Geschichte des
Johann Jost Holighaus). Der Oranien-Nassauische Landsturm Durch die "Landesherrliche
Verordnung
über den Oranien-Nassauischen Landsturm" wird der Befehl
zur
Aufstellung gegeben. Der Landsturm erfaßte alle waffenfähige
Männer zwischen dem 18. und 60. Lebensjahr. Freigestellt von den vorwiegend
Sonntagnachmittag abgehaltenen Übungen waren
Versehrte , Prediger, Ärzte, Apotheker, Lehrer und bestimmte
Handwerker. Die sieben
Kantone der oranischen Länder bildeten je ein"Banner", die Ämter Burbach und Neunkirchen formierten den 8.,
das Amt Diez den 9. Bezirk und
das entsprechende Banner. Befehlshaber
waren die Bannerherren. Sie erhielten den Charakter
"Landsturms-Hauptmann" oder "Landsturms-Major" und leiteten alle
Landsturmangelegenheiten in ihren Kantonen. Die
Bannerherren der Kantone der Oranisch-Nassauischen Lande
Jede Kompanie
in den Bannern wurde nach
Bürgermeistereien eingeteilt. Sie bestand aus einem
Hauptmann, zwei Leutnants sowie auf zehn Landsturmmänner einen
Unteroffizier. Eine bestimmte Uniform
war nicht vorgeschrieben, erlaubt waren blauer Rock mit roten
Aufschlägen oder der grüne Jägerrock. Fortsetzung folgt.
|